Willi & Ernst bringen Kettig zum Toben

Der Förderverein hatte in seiner Kulturreihe erneut die regionalen Künstler Willi & Ernst in die Förder- und Wohnstätte nach Kettig eingeladen. Eine tolle Wahl, wie sich wieder einmal zeigte, denn viele treue Fans hatten sich bereits frühzeitig Tickets gesichert und zogen pünktlich in die Cafeteria ein.

Bereits beim Einmarsch sorgte das Duo für tolle Stimmung. Willi, alias Dirk Zimmer, genannt „Frettchen“ und Ernst, alias Markus Kirschbaum, neckten sich humorvoll. Kurzgeschichten zogen sich in die Länge, weil sie ständig durch Zwischenfragen und ergänzende Witze des Partners unterbrochen wurden. Die beiden kennen sich bereits seit der Grundschulzeit und teilen sich sogar ihre Medikamente. So versprach sich Willi kürzlich Heilung durch ein Zäpfchen, das Ernst bereits einmal ein- und wieder ausgeführt hatte!

Auch skurrile Wortspiele und Anekdoten zauberten die beiden aufs Parkett:  Was ist der Plural von Rettich? Meerrettich. Oder von Buchstabensuppe? Wörthersee.

Die Frage, ob das Testergebnis „befriedigend“ durch die Stiftung Warentest für einen Vibrator besser ist als „gut“ konnte eindeutig mit „ja“ beantwortet werden. Das Duo hatte auch noch einen guten Tipp für Rentner dabei: Reise vor dem Sterben, sonst reisen Deine Erben …. und das am besten mit dem Rentner-Navi, denn „der kennt nicht nur den Weg, sondern weiß auch, was ich dort wollte“. Und wenn man vergisst Sekt für die Silvesterparty zu besorgen, kann man auch trockenen Riesling mit dem Sodastream zum Sprudeln bringen.

Statt sich für die nächste Staffel des „Golden Bachelor“ zu bewerben fand Willi dann auch noch seine Traumfrau im Publikum: Elisabeth aus Güls!

Willi & Ernst zeigten das, was sie seit vielen Jahren ausmacht: Komödiantischer Slapstick, rheinischer Humor, viel Improvisation, Publikumsnähe, eine riesige Portion Charme und ihre begnadeten Körper im Takt der Musik, z.B. bei der Rap-Version von „Atemlos“.

Die Zuschauer im „Treffpunkt Cafeteria“ waren begeistert vom Comedy-Duo und belohnte die beiden mit tobendem Applaus und Zugaben-Forderungen für über zwei Stunden Dauerlachen.

Der Vorstand des Fördervereins wird den Reinerlös des Abends wieder voll für besondere Wünsche der Klient*innen der Facheinrichtung für schwerstmehrfach behinderte Menschen verausgaben. Iris Schubert, Geschäftsführerin, und Florian Heyden, Vorsitzender des Fördervereins, freuten sich sehr über die gelungene Veranstaltung und dankten den Künstlern mit einem kleinen Geschenk aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderung.